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Bärlauch sicher erkennen

Die Sammelzeit von Bärlauch hat begonnen!
Damit du dir bei Bärlauch , Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen sicher sein kannst, hab ich dir wichtige und eindeutige Erkennungsmerkmale auf einer Fotostrecke zusammengestellt. Schließlich können Bärlauch und Maiglöckchen nebeneinander wachsen.

In solchen Fällen kannst du dich auf den “Riechtipp” nicht zu 100%  verlassen. Denn entweder die Finger riechen schon nach Bärlauch, oder die Nase ist “übersättigt” – und alles riecht nach Bärlauch. Verlass dich nicht auf ein einziges Erkennungsmerkmal! Besser zwei oder mehrere! Welche, zeige ich dir anhand von ein paar Fotos.

Hier siehst du Maiglöckchen und Bärlauch im Wald wachsen. Erkennst du welche Pflanzen wer ist?

Bärlauch und Maiglöckchen im Wald
Bärlauch und Maiglöckchen im Wald

Vordere Pflanzen: Bärlauch, hintere Pflanzen Maiglöckchen.

 Eindeutige Erkennungsmerkmale beim Bärlauch sind:

  • Eine matte Blattunterseite (Maiglöckchen hat eine glänzende Blattunterseite)

  • Zudem ist das Blatt vom Maiglöckchen fester im Vergleich zu den weichen empfindlichen Bärlauchblättern . Das gilt ausschließlich bei älteren Blättern. Bei ganz jung austreibenden Blättern ist generell Vorsicht geboten!

  • Maiglöckchen stehen tendenziell eher nach oben und auch nicht so dicht aneinander wie Bärlauchblätter. Die typischen “Bärlauchteppiche” sind eindeutig zu erkennen und die Blätter hängen eher nach unten.

Frisch aus der Erde wachsender Bärlauch

  • Bärlauchblätter wachsen einzeln aus dem Boden. Jedes Blatt hat einen Stängel.

Frisch aus der Erde wachsende Maiglöckchen

Frisch aus der Erde wachsende Maiglöckchen

  • Zu Beginn wachsen Maiglöckchen mit zusammengerollten Blättern aus der Erde und wachsen eher spitz aus der Erde

Maiglöckchen im Wald

Maiglöckchen im Wald

  • Ein Maiglöckchen hat in der Regel zwei Blätter an einem Stängel – es gibt aber auch Ausnahmen.

Kleiner Test!?

Was ist Bärlauch, linke oder rechte Pflanzen?
Sende mir die Antwort auf info@wildwuchsnatur.at wenn du die Antwort wissen möchtest.

Maiglöckchen oder Bärlauch

Was ist Bärlauch, was ist Maiglöckchen?

    • Pflanze: ca. 40 cm hoch werdende Staude (mehrjährig)

    • Blätter: 30 cm lang werdend, dunkelgrün, oberseits glänzend und glatt, schmal bis lanzettlich geformt

    • Blüte: kugeliger Blütendolde mit weißen, sternförmigen Einzelblüten auf blattlosem Stängel

    • Früchte: drei- oder viergeteilte Frucht mit kleinen Samen (ab Juni)

    • Verbreitung: feuchte, schattige und humusreiche Au- und Laubwälder

Bereits eine alte Volksweisheit beschreibt die Heilkraft des Bärlauchs: “Bärlauch im Mai, erspart das ganze Jahr den Arzt und die Arznei!” Bärlauch wirkt allgemein belebend auf den Organismus. Er wirkt stoffwechselanregend und positiv auf die Blutgefäße. Seine antibiotische Wirkung stärkt zudem die körpereigenen Abwehrkräfte.

Vor allem kann er zur Milderung von Verdauungsstörungen und Hautausschlägen herangezogen werden. Zur allgemeinen Stärkung des Organismus empfiehlt sich die Verwendung einer Bärlauch-Tinktur, deren Wirkung sich besonders gut während einer 3 bis 4-wöchigen Kur entfaltet. Dabei wird die Tinktur drei Mal täglich mit Wasser und je 10 Tropfen eingenommen.

Bärlauch-Tinktur

Zutaten:

  • 1 Handvoll Bärlauchblätter (ca. 100 g)

  • 1 Liter Obstler

Zubereitung:

  1. Bärlauchblätter sehr klein schneiden und sofort in eine Glasflasche geben

  2. Anschließend die Blätter mit Obstler (oder mit Korn) übergießen und 14 Tage in der Sonne stehen lassen

  3. Während 2-wöchigen Ruhephase die Flasche ab und zu schütteln. Nach Ablauf der 14 Tage das Gemisch durch ein Sieb filtern.

  4. In dunkler Flaschen verschlossen aufbewahren.

Anwendung: Optimal geeignet als Kur über 3 bis 4 Wochen angewendet. Dabei gilt es 10 Tropfen der Tinktur mit Wasser dreimal täglich vor dem Essen einzunehmen.

Mehr Bärlauch Rezepte auf “Bärlauch ist die Nummer 1 der Frühlingskräuter”.

  • Bärlauch erst ernten, wenn der Stängel schon über dem Boden ist, er ist 3-kantig und nicht ganz rund wie beim Maiglöckchen. Das kann dir bei der Bestimmung zusätzlich noch helfen 🙂

  • Bärlauch ist einer der ersten essbaren Wildkräuter. Sammle seine Blätter noch bevor die Blüten blühen.

Typische Erkennungsmerkmale – Bärlauch:
Weiche Blätter, die Blattunterseite ist matt, der Blattstängel ist nicht ganz rund – eher 3 kantig, Blattstiel knackt mehrmals. Blätter hängen eher nach unten, intensiver Knoblauchgeruch, wächst typischerweise in Au- und Laubwäldern, wo es feucht ist.

Typische Erkennungsmerkmale – Maiglöckchen:
Festere und steifere Blätter, Blattunterseite glänzend, in der Regel zwei Blätter aus einem Stiel – es gibt aber auch Ausnahmen, geruchlos, eher aufrechter Wuchs, wächst in Laubwäldern

Typische Erkennungsmerkmale – Herbstzeitlose:
Blätter eher glänzend, geruchlos und steifer als der Bärlauch, mehrere Blätter aus der Basis, es bildet sich schon früh eine Knospe in der Mitte, typischer Standort in der Wiese, jedoch gibt es hier auch manchmal Ausnahmen und du findest welche beim Bärlauch

Sammle nur Pflanzen die du auch 100% sicher erkennen kannst!
Wenn du dir unsicher bist, geh mit einer fachkundigen Person, der du vertrauen kannst – Sei es eine Kräuterpädagogin, oder eine gute Bekannte, die sich schon jahrelang Bärlauch erntet und im Umgang mit Kräutern sicher ist.

Die nächste Frühlingskräuter-Wanderung von wild.wuchs.Natur findet am 30. März in Ahrenberg statt. Mehr Infos auf Frühlingskräuter sicher erkennen”.

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