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Bärlauch – Wilder Knoblauch mit großer Heilkraft

Wenn die Natur den grünen Teppich in Form von frischem Bärlauch ausrollt ist dies der erste Vorbote des kommenden Frühlings. Für kurze Zeit zieht der Bärlauch mit seinem weithin wahrnehmbaren Knoblauchgeruch den Fokus auf sich und spätestens dann ist es Zeit ihn zu sammeln.

Dann heißt es raus in die Natur! Entdecke im März die Spuren des Bärlauchs und lasse dich inspirieren. Erfahre  mehr über die Heilkräfte des Bärlauchs, die optimale Konservierungsmethode und entdecke einfache & leckere Bärlauch-Rezepte:

Bärlauch im Frühling

Bärlauch im Frühling

    • Pflanze: ca. 40 cm hoch werdende Staude (mehrjährig)

    • Blätter: 30 cm lang werdend, dunkelgrün, glatt, nur Blattunterseite glänzt, schmal bis lanzettlich geformt, Blätter gestielt

    • Blüte: kugeliger Blütendolde mit weißen, sternförmigen Einzelblüten auf blattlosem Stängel (im Mai)

    • Früchte: drei- oder viergeteilte Frucht mit kleinen Samen (ab Juni)

    • Verbreitung: feuchter, schattiger und humusreicher Laubwaldboden bietet beste Bedingungen

Um die Bestände an Bärlauch nachhaltig zu sichern gilt es sich auf haushaltsübliche Mengen für den Eigenbedarf zu beschränken und beim Ernten darauf zu achten die zarten Pflanzen nicht niederzutreten.

Erntezeit
Wie auch bei anderen Kräutern üblich liegt die geeignetste Erntezeit der Blätter vor dem Beginn der Blüte. Da in diesem Fall die Blütenbildung noch nicht von statten gegangen ist, schmeckt die Pflanze besonders aromatisch. Von Anfang Februar bis Ende März ist je nach regionalen Gegebenheiten und Witterung die Haupterntezeit der Blätter und die noch geschlossenen Blütenknospen. Nach dem Einsetzen der Blüte sollten die Blätter nicht mehr gepflückt werden. Stattdessen kann die Blüte selbst geerntet werden.

Optimale Tageszeit
Der Gehalt an ätherischen Ölen ist bei Kräutern morgens und vormittags am höchsten, dies gilt auch für den Bärlauch. Besonders günstig auf das Aroma wirkt zudem trockenes Wetter. Vorsicht!! Hier kann der Bärlauch besonders scharf schmecken 😉

wild.wuchs.Natur Tipp: Bärlauch in einem verschließbaren Gefrierbeutel, oder Plastiksackerl (eine Ausnahme!!!) ernten und verschließen. Mit dieser Methode bleibt der Bärlauch einige Tage noch frisch im Kühlschrank.

Beim Ernten des Bärlauchs gilt es besonders wachsam zu sein, denn die heilsame Pflanze hat mit Maiglöckchen, Herbstzeitlose und Aronstab einige oft täuschend ähnlich aussehende giftige Doppelgänger. Wobei die Verwechslung eigentlich nur vor der Blüte möglich ist.

Typische Unterscheidungsmerkmale des Bärlauchs

  • Die Blätter des Bärlauchs wachsen einzeln aus dem Boden in Büscheln. D.h. jedes Blatt hat einen Stängel und die Blätter sind nicht umgreifen so wie bei den giftigen Doppelgängern.  Diese Eigenschaften unterscheiden sich von Herbstzeitlosen und Maiglöckchen, deren Blätter sich umgreifen und wo 2-3 Blätter gemeinsam in einem Scheinstängel direkt aus dem Boden wachsen.

  • Bei der Reibung von Bärlauchblättern ist unmittelbar ein knoblauchartiger Geruch auf den Fingerkuppen festzustellen. Allerdings gilt es zu bedenken, dass der Geruch auf die Finger übergeht, und dann die Gefahr einer Verwechslung besteht. Sprich, verlass dich nicht nur auf das eine Bestimmungsmerkmal!

  • Das Bärlauchblatt hat eine eindeutige Blattscheide, die beim brechen knackst und das mehrmals.

wild.wuchs.Natur Tipp: Bei Unsicherheiten lieber die Pflanzen stehen lassen und auf die Ernte verzichten! Am Besten zur Blütezeit wieder vorbeikommen, dann ist die eindeutige Erkennung einfacher und du merkst dir die Pflanze besser. Nächstes Jahr dann funktionierts schon besser 🙂

Du bist dir noch unsicher? Dann kommt mit bei einer Kräuterwanderung. Dort lernst du das sichere sammeln von Wildkräutern. Schau mal vorbei auf Kräuterspaziergänge im Jahreskreislauf.

Oder ließ dir den Blogbeitrag “Bärlauch sicher erkennen!” durch.

Bereits eine alte Volksweisheit beschreibt die Heilkraft des Bärlauchs: “Bärlauch im Mai, erspart das ganze Jahr den Arzt und die Arznei!” Bärlauch wirkt allgemein belebend auf den Organismus. Er wirkt stoffwechselanregend und positiv auf die Blutgefäße. Seine antibiotische Wirkung stärkt zudem die körpereigenen Abwehrkräfte. Vor allem kann er zur Milderung von Verdauungsstörungen und Hautausschlägen herangezogen werden. Zur allgemeinen Stärkung des Organismus empfiehlt sich die Verwendung einer Bärlauch-Tinktur, deren Wirkung sich besonders gut während einer 3 bis 4-wöchigen Kur entfaltet. Dabei wird die Tinktur drei Mal täglich je 10 Tropfen mit 1 Glas Wasser eingenommen.

Bärlauch-Tinktur

Zutaten:

  • 1 Handvoll Bärlauchblätter (ca. 100 g)

  • 1 Liter Korn, oder Obstler

Zubereitung:

  1. Bärlauchblätter sehr klein schneiden und sofort in eine Glasflasche geben

  2. Anschließend die Blätter mit Obstler (oder mit Korn) übergießen und 14 Tage an einem hellen Platz stehen lassen. Nicht in die Sonne!

  3. Während 2-wöchigen Ruhephase die Flasche ab und zu schütteln. Nach Ablauf der 14 Tage das Gemisch durch ein Sieb filtern.

  4. In dunkler Flaschen verschlossen aufbewahren.

Anwendung: Optimal geeignet als Kur über 3 bis 4 Wochen angewendet. Dabei gilt es 10 Tropfen der Tinktur mit Wasser dreimal täglich vor dem Essen einzunehmen.

Mehr Bärlauch Rezepte auf “Bärlauch ist die Nummer 1 der Frühlingskräuter”.

Wenn du Bärlauch länger genießen möchtest, dann eignet sich am Besten ihn zu Bärlauchsalz, oder zu einer Paste zu verarbeiten. Damit kannst du einfach deine Speisen mit Bärlaucharoma verfeinern. Nur im Notfall würde ich Bärlauch einfrieren, denn er verliert dadruch an Aroma und gibt viel Feuchtigkeit ab. Für Suppen und Strudel kannst du den eingefrorenen Bärlauch gut verwenden.

WICHTIGE! Sammle wirklich nur so viel wie du auch essen kannst! Denn vergiss nicht, es wachsen fast jede Woche andere leckere Kräuter nach, mit denen du auch leckere Kräutergerichten zubereiten kannst.

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