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VOGELMIERE – VITAMINREICH IN DEN FRÜHLING

Die Vogelmiere – Sie gehört zu den ersten Frühjahrskräuter des Jahres. Sie liebt feuchte und schattige Standorte und ist daher auch im Winter unter der Schneedecke zu finden.

Ein hoher Gehalt an Vitamin C und andere wertvolle Inhaltsstoffe versorgen den Körper im Frühling mit den notwendigen Vitaminen und Mineralien und machen die Vogelmiere zu einer Powerpflanze, die Frühjahrsmüdigkeit vertreibt und den Organismus aktiviert.

Bekannt ist sie auch unter den Namen “Heanadarm” (Hühnerdarm). Diese Bezeichnung kommt daher, weil auch Hühner und Vögel das Kraut gerne fressen. Man sagt ihr nach, dass dadurch die Hühner mehr Eier legen.

Sie sind auch Wettervorhersager: Wenn die Blüten ganz geöffnet sind, sind die nächsten vier Stunden voll Sonnenschein. Sind die Blüten geschlossen, wird es regnen.

  • Pflanze: ist ein flach wachsendes Kraut, sehr wuchsfreudig, das ganze Jahr verfügbar, teppichartiger Wuchs, einjährig, runde Stängel, die einreihig behaart sind und liegend ranken. Auf fettigen Böden kann sie bis zu 40 Zentimeter hoch werden.

  • Blätter: oval zugespitze, sattgrüne Blätter, ganzrandig und gegenständig, bilden kompakten Polster.

  • Blüte: ab März bis Oktober blühen die sternenförmigen weißen Blüten,5 Blütenblätter bis zum Ansatz eingeschnitten, als sehe es aus als wären es 10.

  • Erntezeit: junges, frisches Grün im Frühling ernten, bis zur Hochblüte.

  • Geschmack: mild, erinnert an jungem Maiskolben und Erbsengrün.

  • Sammelort: auf leicht feuchten und nährstoffreichen Böden, in Gemüsebeet, Schuttplätzen, am Wegrändern, Weingärten.

  • Eigenschaften: schleimlösend, hustenstillend, heilend, antiviral, reinigend, entzündungshemmend.

Die Vogelmiere besitzt eine erstaunliche Vitalität und ist außerordentlich robust, sie steht fast das ganze Jahr, auch im Winter, zur Verfügung. Am besten schmeckt sie allerdings im Frühjahr.

Das vitale Kraut enthält viel Eisen, Kalium und Vitamin C und ist für Menschen eine gesunde Bereicherung des Speiseplans. In der Küche kann die ganze Pflanze, samt Stängeln, Blättern und Blüten verwendet werden.

Die ideale Sammelzeit ist das Stadium vor der Blüte beziehungsweise während der Blüte. Nach der Blüte nimmt die Faserung zu und weniger Blattmasse steht zur Verfügung. Vor der Weiterverarbeitung in der Küche wird die Vogelmiere verlesen, d. h. nicht so schöne, welke und harte Pflanzenteile von brauchbaren Pflanzenteilen trennen. Da die Vogelmiere bodennahe wächst, empfiehlt es sich, das Kraut gründlich vorher zu waschen.

In der Frühlingsküche eignet sie sich sehr gut für Aufstriche, Smoothies, Wildkräutersalate, oder auch als Solosalat. In warmen Speisen schmeckt sie in Strudel, Auflauf, Nudelgerichte, Spinat, Gebäck oder Suppen. Auch die sternenförmigen Blüten können in der Küche zur Dekoration verwendet werden.

VERWENDUNG:
FRISCH: Salat, Smoothie, Aufstriche, Kräuterbutter, Pesto
GEKOCHT: Auflauf, Kartoffelgerichten, Nudelgerichte, Gemüsepuffer, Spinat, Gebäck, Suppe

Im Mittelalter wurde die Vogelmiere bei Fieber und als Auflage bei Entzündungen der Augen verwendet. Kräuterpfarrer Kneipp schätzt aufgrund der schleimlösenden Saponine die Vogelmiere sehr, die als Tee bei Husten und Erkältungskrankheiten unterstützend wirkt. Daher wird sie oft als Lungenkraut bezeichnet. In der Naturheilkunde hilft sie bei Behandlung von Rheuma und Gelenkserkrankungen.

GUT FÜR HAUT UND BRONCHIEN
Kräuterpfarrer Kneipp schätzt aufgrund der schleimlösenden Saponine die Vogelmiere sehr, die als Tee bei hartnäckigen Husten und Erkältungskrankheiten unterstützend wirkt. Dieser unterstützt außerdem die Verdauung, auch Nierentätigkeit und Stoffwechsel werden angeregt.

Bei Hautproblemen wie Neurodermitis, Ekzemen, kleineren Wunden, Ausschlägen, oder Schuppenflechte hilft ein Ölauszug, der als Basis für hautberuhigende Salben dient. Seine reinigende und entzündungshemmende Wirkung hilft auch bei unreiner Haut, lindert Juckreiz und kann als Smoothie eingesetzt werden. Wirksam ist dabei der Pflanzensaft, der sehr viel Vitamin C beinhaltet.

Vor der Blüte kann die Vogelmiere bei schnellem Vorbeigehen mit dem EHRENPREIS verwechselt werden. Sobald aber einer der beiden blüht, sind sie beide leicht auseinander zu erkennen. Unter den Kennern ist bekannt, dass der Ehrenpreis gezähnte Blätter und die Vogelmiere ganzrandige Blätter hat. Keine Sorge, bei falscher Verwendung kann nichts passieren! Der Ehrenpreis ist nicht giftig, aber geschmacklich kein besonderer Genuss.

Der leicht giftige ACKER GAUHEIL (Anagallis arvensis) blüht rot und selten auch blau. Er sieht der Vogelmiere zum Verwechseln ähnlich. Typisches Erkennungsmerkmal: der Acker-Gauheil besitzt einen 4-kantigen Stängel und keine einreihige Behaarung. Vogelmiere hat einen rundlichen Stängel und ist einreihig beharrt.